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Scientology in Deutschland - Zeitung Freiheit

Ehrenamtliche Scientology-Geistliche im Einsatz auf Haiti „MAN KANN IMMER AUF UNS ZÄHLEN!“

Ehrenamtliche Scientology-Geistliche in Haiti; Copyright: 2010 Scientology Kirche Deutschland e. V. Alle Rechte vorbehalten.Sie assistieren Ärzten, den militärischen Einsatzkräften, Sanitätern und anderen Hilfstruppen, sie geben Seelsorge, kümmern sich um Kranke und Verletzte, sie putzen Toiletten, schrubben die sanitären Anlagen und halfen mit, rund 150 000 Tonnen Lebensmittel und Medikamente ins Land zu bringen, zu sortieren, zu kategorisieren und bereitzustellen. Sie haben Tausende von Mahlzeiten zubereitet, Zeltlager aufgestellt und Spenden für mehr als 450 Ärzte und Ingenieure gesammelt, um diese einfliegen zu lassen. Über 280 000 Menschen wurden von ihnen vor Ort direkt versorgt.

Seit der Erdbebenkatastrophe am 12. Januar 2010 sind mehr als 250 Ehrenamtliche Geistliche der Scientology Kirche nach Haiti geflogen und packen mit an. Ganz gleich, was es ist. Insgesamt wollen die Ehrenamtlichen in den nächsten sechs Monaten mit rund 400 Geistlichen für den Wiederaufbau vor Ort sein. Sie arbeiten in Schichten und werden nach jeweils mehreren Wochen von weiteren Scientology-Geistlichen abgelöst.

Einer der ersten Flüge am Samstag nach dem Beben vom Flughafen JFK in New York nach Haiti wurde von der Scientology Kirche organisiert, um 50 Ärzte der Association of Haitian Physicians Abroad (Vereinigung haitischer Ärzte im Ausland) und Mitglieder des freiwilligen Sanitätskorps zum Unglücksort zu bringen. Viele weitere von Scientologen gesponserte Flüge sollten folgen. Insgesamt brachten sie bisher rund 400 Ärzte und Pflegepersonal ins Land. Die ersten Teams der Ehrenamtlichen Scientology-Geistlichen aus den Vereinigten Staaten, Mexiko und Europa wurden entsandt, um die Hilfskräfte und Suchmannschaften vor Ort zu unterstützen sowie den medizinischen Teams organisatorische Hilfe zu geben. Ein Ehepaar aus Long Island machte es sich zum Beispiel zur Aufgabe, medizinisches Gerät zu sammeln, insbesondere Gehhilfen aller Art. Zwei Paletten mit Krücken und 13 Kisten Erste-Hilfe-Material brachten die beiden auf den Weg.{jcomments on}

Auch John Travolta beteiligt sich neben anderen prominenten Schauspielern an den Hilfsmaßnahmen. Zusammen mit seiner Frau, der Schauspielerin Kelly Preston flog er mit seiner eigenen Boeing 707 nach Haiti, um Ärzte, medizinisches Personal, ehrenamtliche Geistliche sowie Tonnen von dringend benötigten Lebensmitteln und Medikamenten abzuliefern. Alles auf eigene Kosten natürlich. International haben Scientology Kirchen ihre Mitglieder zu weiteren Spenden für Haiti aufgerufen. 

Auch die ersten deutschen „Volunteer Ministers“, so die internationale Bezeichnung der Ehrenamtlichen Scientology-Geistlichen, waren bereits vor Ort, haben mitgeholfen, es miterlebt, und einige flogen nach einer kurzen Verschnaufpause in Deutschland erneut nach Haiti.

Einer von ihnen ist Felix aus Berlin. Er war einer der ersten Ehrenamtlichen, die vor Ort in Port-au-Prince eintrafen. Vor einigen Tagen informierte er die Berliner Scientology-Gemeinde aus erster Hand. Haiti ist nichts für zarte Gemüter, so viel wurde schnell klar. Als er dort ankam, gab es Straßen, die von menschlichem Leid buchstäblich überflutet waren. Es gab keine Unterkünfte, keine sanitären Anlagen, es herrschte vollkommenes Chaos. Die Helfer erwartete ein 18-Stunden-Tag, denn das Ausmaß der Verwüstung war schier unglaublich. Ebenfalls einer der ersten Scientology-Geistlichen vor Ort war Ayal Lindemann, ein ausgebildeter Krankenpfleger. Er hatte bereits am Ground Zero in New York und nach der Katastrophe durch Hurrikan Katrina geholfen. Dennoch war er nicht darauf vorbereitet, was ihn im General Hospital in Port-au-Prince erwartete.

Ehrenamtliche Geistliche versorgt ein verletztes Kind; Copyright: 2010 Scientology Kirche Deutschland e. V. Alle Rechte vorbehalten.Ärzte kämpften ununterbrochen um das Leben von Patienten und führten Operationen unter den widrigsten Umständen durch, teilweise ohne Narkosemittel oder sterile Instrumente, oft auch ohne die notwendigsten medizinischen Geräte. Die Patienten lagen auf improvisierten Betten in verschmutzter Kleidung, mit Blut verschmiert. Eine Gruppe von Ehrenamtlichen Geistlichen in diesem Krankenhaus tat alles, was gebraucht und gewünscht war, um jede menschenmögliche Hilfe zu leisten. „Es spielt wirklich keine Rolle, wer man ist oder an welchen Gott man glaubt, wenn es einfach nur darum geht, anderen zu helfen“, kommentierte ein Ehrenamtl icher die Situation.

Eine andere Gruppe von Helfern wurde am Zelt des Miami University Field Hospital nahe des Flughafens von Port-au-Prince eingesetzt. Eine ihrer ersten Aufgaben bestand darin, zwei Tonnen medizinischer Hilfsmittel und Ausrüstungsgegenstände, die aus einem Flugzeug ausgeladen wurden, zu sortieren und zu kategorisieren, sodass die Ärzte und Krankenpfleger vor Ort ohne Zeitverlust ihre Arbeit tun konnten.

Ein US-Veteran der Special Forces schrieb: „[Es] gibt [...] in Haiti Taten der Freundschaft und Selbstlosigkeit zuhauf. Jeder Mann und jede Frau arbeitet zahllose Stunden, um den Haitianern zu helfen und ein gewisses Maß an Menschlichkeit in diese unmenschliche Umgebung zu bringen. Es ist großartig, das zu sehen.

Ich möchte etwas Licht ins Dunkel bezüglich einer Gruppe bringen, [...] die wohl am meisten missverstanden wird. Als mein Team und ich dabei waren, das Miami University Field Hospital in Porto zu sichern, trat eine Gruppe von nicht weniger als 20 jungen Leuten an uns heran, die alle leuchtend-gelbe T-Shirts trugen. Auf ihren T-Shirts war der Aufdruck einer Kirche. Nein, nicht von den Baptisten, nicht von der katholischen Kirche, überhaupt nicht von einer christlichen Organisation, sondern stattdessen handelte es sich bei ihnen allesamt um Mitglieder der Scientology Kirche. [...] Die Krankenhausverwaltung hatte uns gebeten, diese Ehrenamtlichen in Gelb einzusetzen, und wie jede gute Einheit der Special Forces fanden wir für unsere neuen Rekruten schon bald Arbeit. Im Handumdrehen brachten wir diese jungen Gläubigen dazu, Nachttöpfe zu leeren, Patienten zwischen den Krankenstationen zu begleiten, den unendlichen Nachschub an Hilfsgütern aufzustapeln und einfach einige der wirklich undankbaren Aufgaben zu bewältigen. Mit einem Lächeln auf den Lippen und einer Barmherzigkeit für die Leidenden führten diese jungen Leute jede Aufgabe auf eine Art und Weise aus, auf die wir als Amerikaner alle stolz wären.

Tag um Tag kamen sie morgens um 7 Uhr ins Camp. Die gelben Hemden wurden jeden Tag von der vielen Arbeit immer bleicher, aber sie hörten nie auf und ließen keinen Augenblick nach. Es gab nie ein böses Wort, nie wurden unsere Anweisungen infrage gestellt – sie taten immer alles, egal was nötig war, um den Menschen in Haiti zu helfen. Mein Team und ich hatten die Gelegenheit, mit vielen der ehrenamtlichen Scientologen zu sprechen. Natürlich gab es ein paar Witzeleien (wir Typen von den Special Forces machen uns immer lustig über Leute, die anders sind als wir), aber um ehrlich zu sein, die Scientologen konnten genauso gut austeilen, wie sie einstecken konnten. Was für eine Gruppe von Menschen! [...] Sie verkörperten das Motto des selbstlosen Dienstes: niemals klagen, immer etwas für die anderen tun. Und das ein um den anderen Tag, egal wie strapaziös er war. [...] Es war mir eine Freude, die Ehrenamtlichen der Scientology Kirche zu treffen und an ihrer Seite zu dienen.“

Auch der US-Fernsehsender NBC berichtete über den Einsatz der Ehrenamtlichen: „Nun hilft im Stillen die Scientology Kirche jenen, die in Not sind. Und wie wir entdeckten, waren sie am Ground Zero nach dem 11. September, sie halfen nach Katrina und nun sind sie hier und machen oft die Arbeit, die niemand sonst tun will. [...] Ärzte wie Rosemary Duda, eine Katholikin aus Boston, wusste nicht einmal, wer sie waren.“ Und Dr. Duda erklärt: „Ich bin von diesen jungen Erwachsenen der Scientology Kirche wirklich beeindruckt. Sie sind für uns eine unglaublich effektive Hilfe gewesen.“ Neben den unmittelbar notwendigen Hilfsmaßnahmen kümmern sich die Scientology-Geistlichen natürlich auch um seelsorgerische Belange. Dabei geht es meist um einfache Formen der Seelsorge, um die Hilfskräfte, das medizinische Personal, aber auch die Bevölkerung vor Ort zu extrovertieren und seelisch von dem Erlebten und von den Verlusten zu entlasten.

Mit sogenannten „Assists“, Beiständen zur Harmonisierung von Körper und Geist, werden aber nicht nur die Rettungskräfte vor Ort unterstützt. Alles, was man dazu benötigt, sind die eigenen Hände. Die Anweisungen und Handgriffe sind einfach und jeder kann „Beistände“ erlernen und leicht durchführen. Mit ihrer Hilfe kann man wahre Wunder vollbringen, die Menschen buchstäblich zurück ins Leben holen. Mittlerweile wurden 25 000 Einheimische und Hilfskräfte in der Methode für Beistände ausgebildet, um der Familie, den Nachbarn oder wen auch immer dabei zu unterstützen, wieder auf die Beine zu kommen und beim Wiederaufbau von Haiti zu helfen.

Was noch zu meistern ist, verdeutlichen die konkreten Zahlen. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,0 samt den Nachbeben zwei Wochen später von Stärke 4,7 auf der Richter-Skala kamen nach offiziellen Regierungsangaben in Haiti über 220 000 Menschen ums Leben. Mehr als 300 000 Menschen wurden verletzt. Von den 9 Millionen Haitianern verloren über 1,5 Millionen ihr gesamtes Hab und Gut. Präsident René Préval erklärte, in Haiti würden mindestens noch 150 000 Zelte benötigt, da nach wie vor 900 000 Menschen ohne Unterkunft seien. Schätzungen zufolge wird der Wiederaufbau Haitis rund 5 Jahre in Anspruch nehmen.

Weitere Themen in der Ausgabe

- Neue Scientology Kirche in Brüssel: Eröffnungsfeier mit zahlreichen internationalen Gästen

- Jugend für Menschenrechte: Menschenrechte müssen weltweit verwirklicht werden

- Hass um jeden Preis: Neonazis, Kinderpornos und eine Senatsangestellte

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