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Scientology-Aussteiger und Kritiker - Fragen zu Scientology-Aussteigern und Kritikern

Ist mit Umgang mit Scientology Kritikern ein Platz für sachliche Auseinandersetzung und werden sie verfolgt und bedroht?

Wie bereits an früherer Stelle dargelegt, bemüht sich die Scientology Kirche seit Jahrzehnten, mit Vertretern der Bundesregierung und Parlamentariern in Dialog zu treten und eine sachliche Auseinandersetzung zu führen. Als Reaktion erhält sie nichts als - teilweise äußerst arrogante - Absagen.

Stattdessen finden hinter verschlossenen Türen Kommissionssitzungen, Ausschüsse und Tagungen von immer neuen "Arbeitsgruppen" statt, in denen mit "Kritikern" über Scientology diskutiert, Beschlüsse gefaßt und Maßnahmenkataloge gegen Scientology verabschiedet werden. Den Betroffenen, den Scientologen, wird die Teilnahme grundsätzlich verwehrt.

Gleichzeitig nimmt die Diskriminierung gegen einfache Mitglieder der Scientology Kirche deutlich zu - allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit. Auch wenn bestimmte Regierungsstellen dies aus verständlichen Gründen (eigene Beteiligung) nicht wahrhaben wollen, sind sie bundesdeutsche Wirklichkeit. Die größten internationalen Menschenrechtsorganisationen (UN, OSZE) und das US-Außenministerium haben bereits mehrmals mit Besorgnis hierauf aufmerksam gemacht.

Der Vorwurf der Verfolgung und Bedrohung von Kritikern wird zwar seit Jahren mit nicht nachlassender Penetranz wiederholt, ist jedoch spätestens seit der bereits genannten Einstellungsverfügung der Hamburger Staatsanwaltschaft vom 23. Juni 1994 vom Tisch. Im Rahmen der dreijährigen Ermittlungen waren alle "Kritiker", die in den Medien von ihrer Verfolgung berichteten, als Zeugen vernommen worden, aber kein einziger konnte auch nur eine einzige verwertbare Angabe machen.

Eine durchaus verwertbare Angabe konnte aber ein Journalist gegenüber der Stuttgarter Staatsanwaltschaft machen. Bei einem mittlerweile eingestellten Verfahren, bei dem es auch um den Vorwurf der Kritikerverfolgung bis hin zu (sämtlich erfundenen) "Morden" ging, wurde besagter Journalist als Zeuge geladen. Er hatte zuvor über massive Bedrohungen durch die Scientology Kirche berichtet, auch daß er überfallen und verletzt worden sei.

Vor der Stuttgarter Staatsanwaltschaft räumte er schließlich ein, die Bedrohungen und den angeblich auf ihn verübten Überfall vorgetäuscht zu haben, um "Interesse an seinen Recherchen zu wecken", wie es im Einstellungsbescheid heißt.

Dieses Beispiel (und eine Reihe ähnlicher) zeigt auch einen anderen Aspekt auf, der bereits an früherer Stelle hervorgehoben worden ist und im vorliegenden Zusammenhang nicht außer Acht gelassen werden kann: Es gibt klare definitorische Unterschiede zwischen den Begriffen "Kritiker" und "Verleumder", ebenso wie zwischen "Kritiker" und "vehementer Gegner".

Wenn jemand Steine in die Fenster einer Scientology Kirche wirft, dann ist er genauso wenig ein "Kritiker", wie jemand, der glaubt, Scientologen als "arme Opfer" verunglimpfen zu müssen. In der öffentlichen Auseinandersetzung reklamiert aber jeder Rufmörder und natürlich auch jedes Enquete-Mitglied, das sich die Zerstörung Scientologys auf die Fahnen geschrieben hat, den Begriff "Kritiker" als Berufsbezeichnung.

1970 nahm L. Ron Hubbard in dem amerikanischen Magazin MayFair zum Thema Kritik wie folgt Stellung: "Völlige Lügen und falsche Anschuldigungen erlauben es einem nicht, etwas zu korrigieren. Aber ehrliche und berechtigte Kritik ist immer willkommen, da sie einer Menge guter Leute hilft, eine bessere Arbeit zu leisten. Eine bekannte Persönlichkeit, seit Jahren einer meiner Freunde, sagte einmal: 'Wenn die Leute nur mehr und ehrlich und akkurat Kritik üben würden! Ich betrachte sie nicht als meine Freunde, wenn sie es nicht tun.' Deshalb zähle ich William Borroughs zu meinen Freunden. Was immer er schreibt, er versucht, die Dinge in die richtigen Bahnen zu lenken - wie dies auch die Scientologen zu tun versuchen."

Die Verantwortlichen in der Scientology Kirche wären dumm, wenn sie ehrliche und berechtigte Kritik nicht willkommen heißen und ihre Fortentwicklung nicht aus dieser Kritik heraus gestalten würden. Selbstverständlich tun sie das. Aber niemand kann allen Ernstes erwarten, Hetzreden, Verleumdung und üble Nachrede, die als "Kritik" getarnt werden, unter demselben Gesichtspunkt zu betrachten.

 

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