Verfügt die Scientology Kirche über ein „Gewaltpotential“ oder ist sie „militant“?
| Scientology eine Gefahr? - Fragen zur „Scientology Gefahr“ |
Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, daß die Scientology Kirche wohl zu den wenigen Religionsgemeinschaften zählt, die Gewalt in allen Formen ablehnt und diesbezüglich nicht einmal beim einfachen Mitglied jemals hervorgetreten ist.
Es gibt keine Weltreligion (einschließlich der in der Regel friedfertigen buddhistischen Glaubensrichtungen), die nicht bereits durch gewalttätige Übergriffe gegen "Ungläubige" oder Gegner Schlagzeilen gemacht hätte - außer genau denjenigen, denen der Vorwurf gemacht wird, namentlich der Scientology Kirche.
Über die "Militanz" brauchen erst gar keine Vergleiche angestellt werden. Sie wird der Scientology Kirche regelmäßig dann unterstellt, wenn sie "nicht auch noch die andere Wange hinhält", wie ihre Gegner es so gerne hätten, sondern sich gerichtlich oder in der öffentlichen Auseinandersetzung zur Wehr setzt. Daß dies von eben diesen Gegnern nicht gerne gesehen wird, ist verständlich.
Mangels tatsächlicher Militanz und Gewalt spricht man dann auch von "Gewaltpotential". Mit der Verwendung solcher Begriffe erreicht man die gewünschte propagandistische Wirkung, auch dann, wenn nichts dahintersteht.
Ein grundlegender Irrtum - falls es denn einer ist und nicht einfach ein absichtlicher Trugschluß - ist im übrigen die Sichtweise, daß die Scientology Kirche und ihre Mitglieder für jedes irgendwann einmal geäußerte und aus dem Zusammenhang gerissene Zitat ihres Religionsstifters verantwortlich zeichnen müßten, oder solche isolierten Zitate gar der gelebte Glaube schlechthin wären. Mit dieser Formel reduziert sich auch die Bibel auf "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Wie bereits früher dargelegt, ist diese Sichtweise nicht haltbar, allein schon aus der tatsächlichen und beobachtbaren Praxis heraus. Dieser Umstand zählt natürlich für eine Reihe von "Zitaten", auf die auch innenministerielle Stellen so gerne verweisen, wenn sie von Gewaltpotential sprechen.
Prophylaktisch sei hier auch erwähnt, daß jegliche Richtlinie L. Ron Hubbards, würde sie die spezifischen Gesetze eines Landes verletzen, für die Kirche oder ihre Mitglieder nicht bindend ist. Die Satzung der Scientology Kirche enthält einen ausdrücklichen Passus zu dieser Problematik. Da L. Ron Hubbard die Befolgung der Gesetze eines Landes als übergeordnetes Prinzip darstellt - eigentlich selbstverständlich, aber man muß hier nochmals darauf hinweisen - stehen innerkirchliche Richtlinien erst in zweiter Reihe. Da Scientology in über 100 Ländern der Erde vertreten ist, mit unterschiedlichster Gesetzgebung, ist diese Praxis um so mehr nachvollziehbar.











