„Verachtet“ die Scientology Kirche Kranke und Schwache?
| Scientology eine Gefahr? - Fragen zur „Scientology Gefahr“ |
In Wirklichkeit unterhält die Scientology Kirche getreu ihrem Selbstverständnis konkrete Sozialprogramme, die sich gerade um die Schwachen und Hilflosen bemühen, um sie wieder am Leben teilhaben zu lassen.
Tausende der Scientology Kirche angeschlossene sozial tätige Gruppen in der ganzen Welt - etwa im Bereich der Drogenrehabilitation, der Behebung des Analphabetentums oder der Rehabilitierung von Kriminellen - sind in diesem Sinne tätig. Allerdings geht die staatliche Diskriminierung gegen Scientologen so weit, daß durch Verbote verhindert werden soll, daß die Scientology Kirche ihre Sozialprogramme durchführt. Jede diesbezügliche Aktivität der Scientology Kirche wird von Politikern oder Behörden als "Tarnorganisation" bezeichnet oder als "Unterwanderungsversuch" torpediert. In Stuttgart führte dies sogar zu einem kurzfristigen Verbot, im besonders strengen Winter 96/97 an Obdachlose Kleidung und Essen auszugeben.
Auch der Enquete-Gutachter Ralf B. Abel konstruierte die These, Scientology würde "den Sozialstaat ablehnen" und verstieg sich sogar in die Unterstellung rassistischer "Ansätze". Letztere ausgerechnet einer weltweiten Vereinigung vorzuwerfen, deren Mitglieder sich aus allen Rassen der Erde zusammensetzen, zeigt einmal mehr, daß in der "Sektendebatte" kein Konstrukt zu absurd ist.
L. Ron Hubbards tatsächliche Einstellung zum Sozialstaat, zum "Wohlfahrtsstaat", konkret auch zu Kranken und Schwachen, ist beispielsweise in seinem Aufsatz Sozialismus und Scientology festgehalten, den er Mitte der 60er Jahre verfaßt hat:
"Wohltätigkeit kann die edelste Tugend oder das schlimmste Übel sein. Wenn man einem Bettler ein Almosen gibt, läßt sich nicht über die empfundene Befriedigung diskutieren. Wenn man aber eine solche Tat übertreibt und dem Bettler weit mehr gibt, als er je in der Lage ist wieder zurückzugeben, kann dies destruktiv sein und nicht nur den Spender zugrunderichten, sondern auch den Sinn des Empfängers für Anstand und Würde untergraben und ihm ebenfalls Schaden zufügen. Wohltätigkeit kann also sowohl eine Tugend als auch ein Übel sein. Aber sie ist immer dann ein unausgeglichener Güterstrom, wenn die gegebene Unterstützung nicht mehr zurückgezahlt werden kann. - Solange man derartige Zusammenhänge nicht beachtet, ist der Sozialismus dem Untergang geweiht. Auf der anderen Seite ist eine Gesellschaft, die zu Wohltätigkeit völlig unfähig ist, ebenfalls dem Untergang geweiht. Wenn man Menschen im Alter ohne Pflege sterben läßt, beruht dies auf dem Versagen, sie für die Leistungen zu belohnen, die sie für das Leben erbracht haben, und über die lebenden Menschen breitet sich ein Gefühl aus von Unrecht oder Schuld. Menschen ohne richtige Fürsorge krank werden und sterben zu lassen, wenn diese zur Verfügung stünde und geleistet werden könnte, ist Brutalität, die den Geiz der Ärzteschaft und des Staates widerspiegelt. Am Unglück und am Tod fett zu werden, ist das Geschäft des Schakals. Einen Menschen zu zwingen, den Tod seiner Frau oder seiner Kinder machtlos mit ansehen zu müssen, weil ihm nicht genügend Geld zur Finanzierung der notwendigen Krankenpflege zur Verfügung steht, selbst wenn er sich dabei finanziell ruiniert, ist ein unerträgliches soziales Verbrechen. Menschen verhungern zu lassen, während Nahrungsmittel in Lagerhäusern verrotten, ist eine Idiotie, die jeden anständigen Menschen empören muß -"
Soweit zur Einstellung L. Ron Hubbards.
Unter Humanitäre Projekte sind viele von der Scientology Kirche und Scientologen unterstützten sozialen Tätigkeiten zu finden.











