Scientology unzensiert - Was bisher verschwiegen wurde!
| Scientology: Sekte oder Religion? - Berichte über Scientology |

Wenn Anhänger einer neureligiösen Gemeinschaft schlicht glücklich sind, weisen einschlägige Magazine darauf hin, dass die Anhänger des „Sektenführers” Jim Jones auch glücklich gewesen seien – bis sie kollektiven Selbstmord verübten (es liegen Indizien vor, dass der Vorfall in Wahrheit ein vom Geheimdienst ausgeführter Massenmord war, siehe z. B. Buch von Matthias Bormann „Hexenjagd im 20. Jahrhundert”).
Man schürt also Angst vor jenen Dingen, von denen „man” nicht möchte, dass die Bevölkerung darüber objektive Fakten erfährt, so dass die Menschen es nicht wagen, sich damit auseinanderzusetzen, und das bringt uns zum Thema dieserDepesche:
Scientology
Ich weiß nicht, ob Sie’s schon wussten: Speziell die Scientologen „sind ja so gefährlich, dass Sie bereits manipuliert werden, wenn einer Ihnen nur die Hand gibt oder Ihnen in die Augen schaut!” Doch im Ernst: Haben Sie schon einmal einen Scientologen frei, unzensiert und ungestört im deutschen Fernsehen sprechen gehört? Falls einmal einer eingeladen wird, sitzt er meist inmitten einer Runde von fünf, sechs „Sektenexperten”, Aussteigern, Kritikern, Psychologen und katholischen Politikern – da drängt sich einem der Eindruck auf, dass der Scientologe nur eingeladen wurde, um verunsichert zu werden, auf dass ihm ein ausschlachtbares falsches Wort herausrutsche – oder als Alibi, „dass man auch die andere Seite eingeladen hat”. Was würde wohl passieren, wenn man dasselbe Spiel andersherum vollziehen würde, indem man einen einzigen Sektenhetzer in einer Runde von fünf, sechs Scientologen platzierte?
Es gab Zeiten, da wurden in Deutschland wöchentlich 600 bis 700 Artikel über Scientology veröffentlicht, die rein nur kritische, hetzende Gerüchte und haltlose Anschuldigungen verbreiteten. Wie viele Artikel über Scientology kennen Sie, in denen ausschließlich sachliche und positive Informationen zu lesen waren – oder zumindest beide Seiten ausgewogen zu Wort kamen?
Wenn irgendein Unternehmer Insolvenz anmeldet, ist das keine Schlagzeile wert, wenn jedoch ein Scientologe – z.B., weil er auf einen unehrlichen Geschäftspartner o.ä. hereingefallen ist – Insolvenz anmelden muss, lesen Sie: „Wie Scientology einen erfolgreichen Unternehmer ruinierte!” Wenn irgendein Immobilienunternehmer erfolgreich ist, macht dies keine Schlagzeilen, wenn es ein Scientologe ist, lauten die Schlagwörter: Immobilienhai, Abzocker, Unterwanderung. Wenn eine kirchliche Vereinigung Drogenabhängigen hilft, erhebt niemand Einspruch, wenn ein Scientologen-Verein dasselbe tut, „wirft eine Tarnorganisation ihr Netz aus, um neue Mitglieder zu fangen”.
Das Neue fordert immer den Widerspruch des Etablierten heraus
Es gibt alleine in Baden-Württemberg ca. 120 kleinere und mittlere neureligiöse Gemeinschaften und weltanschauliche Gruppierungen. Jede heutige Weltreligion war in ihren Ursprungstagen eine „neureligiöse Gemeinschaft”, und jede davon forderte immer den Widerspruch des Etablierten heraus. Doch wem stünde ein Urteil zu, woran Menschen glauben dürfen und woran nicht? Wer dürfte sich zum Richter in Weltanschauungsfragen aufschwingen?
Die meisten Mitglieder neureligiöser Gemeinschaften arbeiten aus tiefster innerer Überzeugung, die meisten von ihnen tun Gutes. Wer Drogenabhängige rehabilitiert, der rehabilitiert Drogenabhängige – das lässt sich nachweisen. Wenn Analphabeten das Lesen beigebracht wird, lässt sich das nachprüfen. Das Engagement desjenigen, der Menschen in Katastrophengebieten hilft oder sich aus Glaubensgründen im Tierschutz engagiert, ist deshalb nicht weniger wert, nur weil es religiös motiviert ist, oder?
Und falls eine solche Gemeinschaft tatsächlich einmal gegen geltende Gesetze verstieße, so haben wir in Deutschland reguläre Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden! Wozu also brauchen wir „Hüter inWeltanschauungsfragen”, „Sektenexperten” und hetzende Journalisten? Nun, ich meine, WIR – die Bevölkerung – brauchen sie überhaupt nicht, nur die erwähnten Interessengruppen brauchen sie (zumindest meinen sie das wohl).
Wir danken dem Sabine Hinz Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Artikels. Der vollständige Artikel steht unter Download (PDF, 1.9 MB) 24 Seiten zur Verfügung.











