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Scientology in Deutschland - Scientologen in Deutschland

Unten stehend ein Erfahrungsbericht einer Scientologin über die Anfänge von Scientology in Deutschland/München, der informativ und in seiner Art einzigartig ist und den Geist der damaligen Zeit widerspiegelt.

Es war einmal …So könnte ich tatsächlich meinen Erfahrungsbericht über Scientology beginnen, denn es begann im Sommer 1970 als ich zum ersten Mal von der Scientology in München hörte. Meine Freundin erzählte mir, dass ihre Freundin wiederum eine Institution (Scientology München) kennen gelernt habe, wo man in kürzester Zeit eine positive persönliche spirituelle Veränderung erreichen könne. Diese Möglichkeit imponierte mir. Ich hatte nämlich kein Verständnis für die materialistisch orientierte Psychologie, die eine Therapie empfiehlt, die den Patienten unter Umständen ein Leben lang begleitet und lediglich nur trösten kann. Die Psychologie beleuchtet die Kindheit von allen Seiten. Angeblich haben alle Schwierigkeiten im Leben ihren Ursprung in der Kindheit. Diese Argumentation war mir zu oberflächlich.

Das ehemalige Gebäude der Scientology Kirche München(1970-80) in der Lindwurmstraße 29; Aufnahme 2009Einige Zeit später lernte ich einen Scientologen in München auf einer Party meiner Freundin kennen. Dieser erzählte von seinen interessanten Erfahrungen mit der Scientology in München und entfachte mein Interesse. Neugierig suchte ich die Scientology Kirche in München (Lindwurmstraße) auf, die erste und damals einzige Kirche im deutschsprachigen Raum, wo ich den Persönlichkeitstest ausfüllte. Ich war überrascht über die treffenden Aussagen dieses Tests.

Mit einem Kurs konnte ich noch nicht beginnen, da ich vorher meine schulische Ausbildung abschließen wollte und im Sommer 1972 als Olympiahostess in München eingesetzt war.

Erst im Herbst 1972 wurde ich ein Mitglied und startete auf dem Kommunikationskurs in der Scientology Kirche in München. Von allen Teilen Deutschlands und auch aus der Schweiz strömten regelrecht die Menschen, darunter viele Künstler, auf die verschiedenen Kurse. Und die Kursräume waren jedes Wochenende überfüllt. Auf den Kursen halfen wir uns gegenseitig, hatten viel zu lachen und waren einfach begeistert von dieser neuen religiösen Bewegung.

Während des Universitäts-Studiums und auch als Akademikerin habe ich verschiedene Scientology-Kurse absolviert und erlangte Kraft fürs Leben. Die Kurse finanzierte ich mir z. T. mit Studentenjobs, erreichte den Zustand ‚Clear’ und machte die Auditorenausbildung. Das Studieren war für mich zur reinen Freude geworden. 

Schallplatte von Diana Hubbard, 1979, LifeTimes Zu dieser Zeit stand ich auch im Briefwechsel mit dem Scientology-Gründer L. Ron Hubbard. Diese Briefe befinden sich heute noch in meinem Besitz. L. Ron Hubbard hatte sich persönlich um die Scientology Kirche in München gekümmert und entsandte sogar mehrere Male seine Tochter Diana als Botschafterin nach München. Ihre Besuche waren eine Sensation, z. B. wurde ihr Vortrag zum Thema „Weltfrieden“ auf dem Friedenskongress an Ostern 1976 von einem hoch interessierten, internationalen Publikum gehört.

Mit den erlangten Weisheiten von Scientology konnte ich das Leben besser einschätzen und lernte, mit Menschen umzugehen. Das Leben wurde leichter. In der damaligen Zeit war Scientology (München) eine unter ca. 600 verschiedenen religiösen bzw. spirituellen Bewegungen nur im Münchner Raum. Ich diskutierte selbstverständlich mit Anhängern anderer Glaubens- bzw. spiritueller Ausrichtungen, z. B. Guru Bhagwan, Anthroposophie, Zen-Buddhismus, Graf Dürckheim, Transzendentale Meditation, Bio-Energetik bis hin zur Esoterik mit Engeln und Dämonen u. v. a.. Feindschaften gab es nicht. Denn in den 70-ziger Jahren herrschte weltweit großes Interesse für Spiritualität, die Flowerpower Bewegung war im vollen Gange, was sich in der Popmusik ausdrückte. Alte Mauern wurden aufgebrochen und viele neue Glaubensrichtungen hielten in Europa Einzug. Es war eine Aufbruchstimmung.

Die Begeisterung für Scientology von damals habe ich mir bis heute erhalten. Als Scientologin habe ich gelernt, ehrlich und anständig durchs Leben zu gehen, auf die Umwelt (Natur und Mensch) zu achten und von einer schönen Zukunft nicht nur zu träumen, sondern aktiv daran mitzuwirken.

K.M. aus München

 

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