Scientology-Geistliche können in Südafrika Eheschließungen durchführen
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Wie das südafrikanische Innenministerium in Kapstadt Anfang April mitteilte, ist die Scientology-Kirche in Südafrika mit sofortiger Wirkung berechtigt, rechtskräftige Eheschließungen durch Scientology-Geistliche vornehmen zu lassen. Nach dem entsprechenden Gesetz ist dies gleichbedeutend mit der vollständigen staatlichen Anerkennung als Religionsgemeinschaft.
Die südafrikanische Regierung ist mit dieser Entscheidung ihrer erklärten Absicht und Verpflichtung nachgekommen, alle Religionen im Land vor dem Gesetz gleich zu behandeln.
Reverend Heber Jentzsch, Präsident der Church of Scientology International, würdigte die Anerkennung auch als Beleg dafür, daß Südafrika eine führende Rolle in der Verwirklichung jener Religionsfreiheit eingenommen habe, wie sie in internationalen Menschenrechtskonventionen definiert und als unveräußerliches Menschenrecht eingefordert wird.
"Die offizielle Anerkennung", so Reverend Heber Jentzsch, "wird der Kirche in Südafrika dabei helfen, ihren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen und ihre spirituelle Botschaft zum Nutzen der südafrikanischen Bevölkerung einzusetzen". Dies war auch ein Wunsch des ehemaligen südafrikanischen Staatspräsidenten Nelson Mandela, der alle Religionsgemeinschaften dazu aufgefordert hat, die Regierung bei der Lösung sozialer Probleme zu unterstützen.
Nach dem Ende der Apartheid hatte Südafrika im Zuge des Demokratisierungsprozesses eine Reihe von Reformen im Bereich der Menschenrechte in die Wege geleitet, darunter auch die Annahme einer neuen Verfassung und den Beitritt zu internationalen Menschenrechtsabkommen. Die Garantie der Religionsfreiheit war ein Teil dieser Bemühungen. Letztes Jahr schließlich empfahl die südafrikanische Kommission für Gesetzesreformen eine Neufassung des Eheschließungsgesetzes im Einklang mit den Änderungen in der südafrikanischen Gesellschaft. Sie forderte, daß "der Religionsfreiheit und dem Gleichbehandlungsgrundsatz, wie sie in der südafrikanischen Verfassung verankert sind, Rechnung getragen werden müsse".
Die jetzige Entscheidung folgt dem Geist dieser Aufforderung.
Paul Sondergaard, Sprecher der Scientology-Kirche in Südafrika, sieht die Anerkennung zu Recht auch als Bestätigung für die soziale Arbeit der Scientology-Geistlichen und von Scientologen in ihren Gemeinden, vor allem im Gebiet der Bekämpfung des Analpabetentums, der Drogenrehabilitation und der Resozialisierung schwerer Straftäter.
Schreiben des Südafrikanischen Innenministeriums vom 31.03.2000 an die Scientology Kirche in Johannesburg











