Russland: Demonstration gegen Mormonen-Tempel in Saratow
| Religiöse Diskriminierung - Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage |
Diverse Printmedien berichten, dass orthodoxe Christen, Moslems und Kosaken in der russischen Wolgastadt Saratow mit einer Demonstration gegen den Bau einer Kirche der Mormonen protestiert haben.
Das geplante Projekt sei eine „Beleidigung“ für die orthodoxen Christen in der Wolgaregion, sagte der Bischof von Saratow, Longin.
Demonstranten bezeichneten die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - der Name der Kirche der Mormonen, einen "teuflische, gesellschaftliche gefährliche Sekte, die für den CIA spioniert".
Ein Moslemischer Sprecher wurde von der Zeitung damit zitiert, dass die Mormonen "Probleme" haben würden, wenn sie ihre Kirche in der Nähe der Moschee bauen würden, weil die russischen Moslems gegen den von USA geführten Krieg im Irak sind; die Mormonen werden als eine amerikanische Sekte gesehen.
Das Resultat der Demonstration war ein Wiederruf der Baulizenz durch die Stadtbehörde.
In seinem Jahresbericht 2005 des US-Außenministeriums zur Religionsfreiheit in Russland wird ebenfalls dieser Vorfall erwähnt:
LDS Church leaders confirmed press reports that in August 2004, a local Cossack group organized a protest against plans for the construction of a meetinghouse in Saratov city. Muslim and ROC leaders also spoke out against the construction. Although the church had received construction permits for the project, the city stopped construction, and has not permitted it to resume.
Presseschau zum Thema
Orthodoxe gegen Mormonen-Kathedrale in Russland Russland-Aktuell, 23. August 2004
Russland: Orthodoxie geht gegen Kirchenbau der Mormonen vor domradio.de, 19. August 2004
Russian Orthodox, Muslims Battle Mormon Building in South Russia Worldwide Religious News (MosNews), 9. August 2004
International Religious Freedom Report 2005 - Russia U.S. Department of State, zuletzt abgerufen am 1. August 2011











