Religiöse Minderheiten in Italien gleichgestellt
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Rom/Italien, 05.03.1998/APD
Die Verunglimpfung von Minderheitskirchen und Religionsgemeinschaften wird künftig in Italien der Verunglimpfung von Katholiken gleichgesetzt. Das entschied das italienische Verfassungsgericht bereits im November 1997. Damit wird eine Verfügung aus dem Jahre 1930 aufgehoben, die derartige Vergehen gegen die römisch-katholische Mehrheitsreligion mit einer um ein Drittel höheren Strafe als bei Minderheiten belegte. In der Urteilsbegründung heisst es: "Jede Form der Diskriminierung von Religionen, die sich nur auf eine grössere oder kleinere Anzahl von Anhängern gründet, ist nicht akzeptabel." Mehr als 90 Prozent der rund 58 Millionen Italiener sind katholisch. Zu den Protestanten gehören unter anderem 30 000 Waldenser, 6 000 Methodisten, je 10 000 Lutheraner und Baptisten sowie 5 300 Siebenten-Tags-Adventisten.
Quellennachweis
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