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Scientology: Sekte oder Religion? - Sekten-Wiki Deutschland

Eine weitere Tragödie wird im Zusammenhang mit MAMAY bekannt. Ein Mitglied der "Kinder Gottes" wird unter falschem Vorwand von MAMAY nach Deutschland gelockt. Nach einer "Behandlung" tötet der Betroffene eine alte Frau.       

3. Eines der ersten Deprogramming-Opfer ist der Scientologe Bernd Nürnberger. Der Vorfall ereignet sich im Jahre 1981. Nach einem Gespräch seiner Mutter mit Herrn Ingo HEINEMANN (damals vermutlich noch ABI, Stuttgart), Herrn Dr. KARBE von der AGPF und Herrn Pfarrer HAACK sowie einiger anderer, entschließt sich die Mutter zu einem Deprogramming. Deprogrammer sind Joe Flanagan aus den USA und sein Helfer Manfred MEIER (der richtige Name ist wahrscheinlich Ulfert MEYER).

4. 1982 erscheint im Zeitmagazin ein Artikel über DEPROGRAMMING des Amerikaners Ted Patrick. Auch die in Dr. KARBEs Studie erwähnte Dr. Margaret Singer taucht in diesem Artikel auf.   

5. 1982 Artikel in der Süddeutschen Zeitung, Zitat: "Unabhängig von der Rechtslage weisen Experten auf die psychischen Folgen bei einem erzwungenen Deprogramming hin.            Gleichwohl gehen Befürworter davon aus, daß man das Sekten-Mitglied `zwingen müsse, wieder logisch zu denken', wie es Klaus KARBE von der `Aktion für geistige und psychische            Freiheit' in Bonn formuliert."

6. Artikel im Mannheimer Morgen über den Deprogrammer Ted Patrick, der eine amerikanische Scientologin deprogrammierte.

7. Informationsblatt der AGPF zu einem Seminar. Redner sind unter anderem die Deprogrammer Ulfert MEYER und Martin FAIERS.

8. Schreiben von Frau Freudenthal vom 02.05.1985 und Vermittlung des Herrn Ulfert M. (wahrscheinlich Ulfert MEYER) an verzweifelte Angehörige.  

9. Schreiben vom 05.07.1985 des AGPF-Vorstandsmitglieds, Frau Ursula ZÖPEL, an Frau Freudenthal zur Vermittlung der Deprogrammer Ulfert MEYER und Martin FAIERS.

10. Protokoll der Mitgliederversammlung der AGPF im April 1986. Anwesend sind unter anderem Frau ZÖPEL, Herr INGO HEINEMANN, Frau Inge MAMAY, der Deprogrammer Ulfert MEYER, und Herr REINKE vom BUNDESMINISTERIUM FÜR FRAUEN UND JUGEND (damals Bundesfamilienministerium; Herr Reinke war verantwortlich für die Förderung der AGPF durch Steuergelder). 

Zitat HEINEMANN: Der Begriff Deprogramming umfasse nach wie vor alles, was dazu beitrage, Leute aus Sekten herauszuhelfen.

Zitat MAMAY: Ich habe für die Deprogrammierung meines Sohnes DM 50.000 bezahlt.

Zitat MEYER: Ich weiß nicht, ob Herr Bendrath mich meint. Ich habe für meine Hilfe niemals DM 30.000 gefordert.       

11. Protokoll der Vorstandssitzung der AGPF vom 24.6.86. Anwesend sind unter anderem MAMAY, ZÖPEL und HEINEMANN.

13. Das nächste Deprogramming-Opfer ist Silvio W. Seine Eidesstattliche Erklärung liegt vor. Auch hier kam es zu Gewaltanwendungen. Deprogrammer waren ein gewisser John (möglicherweise John Mathewson), ein gewisser Ceriel (möglicherweise Cyril Vosper), Martin FAIERS und Ulfert MEYER. Ziel dieser Aktion war es, unser Mitglied nicht nur zum Austritt zu bewegen, sondern er sollte sich auch an einer Gemeinschaftsklage gegen die Scientology Kirche beteiligen. Diese Klage wurde von einem Anwalt namens Ingo in Bonn vorbereitet (vermutlich Ingo HEINEMANN). Die Mutter des Opfers zahlte DM 40.000 für diese erfolglose Tortur. Silvio W. hat aus Rücksicht auf seine Mutter bis heute keine Strafanzeige erstattet.

14. Brief von Cyril VOSPER an John MATHEWSON am 09.10.: "...Endlich, dies sieht nach potentiellen Geschäften aus. ... Dieser Deutsche könnte der Beginn einer Flut sein...            Nächstes Jahr um diese Zeit werden wir wahrscheinlich im Geld schwimmen, Audi 200 Quadros, Kaviar auf unseren Kornflakes." (Dieses Dokument stammt aus einer Akteneinsicht nach der Durchsuchung durch die Staatsanwaltschaft bei den Deprogrammierern)

15. Brief von Herrn Dieter ROHMANN an den Deprogrammer VOSPER vom        15.10.1987. Zitat: "Deine Idee für eine organisierte internationale Gruppe von verläßlichen Deprogrammern ist sehr interessant... Ich habe Frau B. (Anm. Mutter eines Deprogramming-Opfers) Deine Adresse gegeben..."

16. Im November 1987 wird in der Bundesrepublik die Scientologin Barbara S. von John MATHEWSON und Cyril VOSPER deprogrammiert. Dabei kommt es ebenfalls zur Gewaltanwendung. Die MATHEWSON und VOSPER werden rechtskräftig verurteilt.

17. Brief von Frau B., der Mutter eines Deprogramming-Opfers an Herrn Alev, in dem sie angibt, die Anschrift von VOSPER von Dirk ROHMANN erhalten zu haben, der sie wiederum von Herrn Ingo HEINEMANN erhalten hatte. Sie erwähnt weiterhin GERKE (Vorstandsmitglied der AGPF), HAACK (Ev. Luth. Beauftragter für  Weltanschauungsfragen) und MUCHA (Aktion Psychokult Gefahren, Düsseldorf) im Zusammenhang mit Deprogramming.

Dennoch wird keine Strafanzeige gegen etwaige Vermittler eingereicht. Der Beschuldigung gegen die Scientologen in diesem Schreiben wird strafrechtlich nachgegangen - ohne Ergebnis.



 

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