Kirchenkampf in Deutschland 1933 - 1945 (Buch) von Friedrich Zipfel
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Buchdaten
Gebundene Ausgabe: 571 Seiten
Verlag: De Gruyter; Auflage: 1., 965 (1. Februar 1965)
ISBN-13: 978-3110004595
Quelle: amazon.de
Auszug aus dem Buch
Staatspolizeiliche Verfolgungsmaßnahmen trafen mit ganzer Wucht die kleinen Religionsgemeinschaften, soweit sie vom Nationalsozialismus als störend oder gefährlich angesehen wurden.Im Gegensatz zur katholischen Kirche und zu den evangelischen Landeskirchen waren diese Gemeinschaftn nicht Körperschaften des öffentlichen Rechts. Seite 174
Voraussetzung für die Haftentlassung war dür die Bibelforscher(Zeugen Jehovas), daß sie eine Erklärung darüber abgaben, sich nicht weiter im Sinne ihres Glaubens betätigen zu wollen...
"Ich habe erkannt, daß die Internationale Bibelforschervereinigung eine Irrlehre verbreitet und unter dem Deckmantel religiöser Betätigung lediglich staatsfeindliche Ziele verfolgt. Ich habe mich deshalb voll und ganz von dieser Organisation abgewandt und mich auch innerlich von der Lehre dieser Sekte freigemacht." Seite 193
Vielfach wurde der Versuch unternommen, sich den neuen Verhältnissen anzupassen und auf diese Weise den Staat zur Tolerierung zu veranlassen. Einer Reihe von Sekten ist dies gelungen, die meisten aber wurden verboten, ihr Vermögen beschlagnahmt. Seite 204
Als eine der ersten Sekten mußte das nach den Bibelforschern die "Evangelisch Johannische Kirche nach der Offenbarung St. Johannis" erfahren. Am 17. Januar 1935 wurde diese "Kirche" verboten, ihr "Meister" Josep Weißenberg, nach dem sie kurz "Weißenber-Sekte" genannt wurde, verhaftet. Seite 205
Nach einer Reihe weiterer Sektenverbote - der Höhepunkt lag im Jahr 1937 - scheint die Mehrheit der als "staatsgefährlich" betrachteten Glaubensgemeinschaften ausgeschaltet gewesen zu sein. Seite 206
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