Informationsfreiheit
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James Madison, der vierte Präsident der Vereinigten Staaten und einer der bedeutendsten Schöpfer der demokratischen Prinzipien, auf denen das amerikanische Regierungssystem beruht, schrieb 1822 einen Brief, der eine grundlegende These bezüglich Demokratie unterbreitete:
„Eine Herrschaft des Volkes, ohne daß das Volk informiert wird oder die Möglichkeit hat, Information zu erlangen, ist nur ein Vorspiel zu einer Posse oder einer Tragödie oder vielleicht zu beidem. Wissen wird immer über Unwissenheit herrschen; und ein Volk, das wirklich sein eigener Herrscher sein soll, muß sich mit der Macht bewaffnen, die sich auf Wissen stützt.”
Der Freedom of Information Act (Gesetz über Informationsfreiheit) der Vereinigten Staaten, der 1966 als Gesetz verabschiedet und 1974 in seiner Wirksamkeit noch wesentlich verstärkt worden war, ist eine verdienstvolle Bemühung des Kongresses, Madisons Worte in die Tat umzusetzen.
Nach diesem Gesetz kann ein Bürger um Zugang zu allen Aufzeichnungen der Exekutive ersuchen. Das Gesetz sieht vor, daß diese Aufzeichnungen dem Bittsteller zugänglich gemacht werden müssen, wenn sie nicht durch eine Bestimmung des Freedom of Information Act selbst oder durch ein anderes Bundesgesetz von der Offenlegung ausgeschlossen sind.
Wie Madison zum Ausdruck gebracht hat, sind wissende und informierte Bürger zu intelligenten Entscheidungen über ihre eigene Zukunft fähig. Und der Freedom of Information Act ist eines der wertvollsten Instrumente, das Bürgern erlaubt, genau zu erfahren, was ihre Regierung tut, und ob Regierungsbehörden Akten über sie angelegt haben. Wenn man bedenkt, daß Martin Luther King Jr. Gegenstand von Zehntausenden von Regierungsdokumenten war, mit denen die FBI- und IRS-Akten gespickt waren, versteht man, warum man über solche Dinge Bescheid wissen sollte. Leider konnte sich King zu jener Zeit nicht auf einen wirksamen Freedom of Information Act berufen.
Der Gedanke der Informationsfreiheit ist nicht ohne Gegner geblieben. Nicht wenige Regierungsbehörden haben vor Gericht regelrechte Schlachten ausgetragen, um die Geheimhaltung von Akteninhalten zu verteidigen.
Zur Unterstützung des Kampfes gegen diese und andere Versuche, das Gesetz zu umgehen, schickte die Scientology-Kirche am 4. Juli 1981 einen offenen Brief an den Kongreß, unterzeichnet von 146 Organisationen, die dagegen opponierten, daß die Wirksamkeit des Gesetzes eingeschränkt werden sollte.
Die Scientology-Kirche ist unter den Organisationen, die sich für öffentliche Belange einsetzen, allgemein als führender Experte auf dem Gebiet der Gesetzgebung zur Informationsfreiheit anerkannt. Sie hat auch beachtliches Ansehen darin erworben, US-Bürger über ihre vom Freedom of Information Act gewährten Rechte zu informieren. Scientologen haben ihre Anstrengungen auf diesem Gebiet jedoch nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt. Als Gesetze über Informationsfreiheit in Frankreich (1978), Kanada (1982), Australien (1982), Neuseeland (1983), Italien (1991) und Belgien (1991) verabschiedet wurden, hatten Mitglieder der Kirche jeweils eine entscheidende Rolle dabei gespielt.
1991 halfen Scientologen bei der Verabschiedung eines neuen Gesetzes in Frankreich, das Bürgern leichteren Zugang zu den Akten der Renseignements Généraux, der französischen Geheimpolizei, gewährt.
1992 wurde in Ungarn eine internationale Konferenz über Informationsfreiheit abgehalten, die von einem Scientologen organisiert wurde. Sprecher aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Schweden, Portugal, Schottland und Deutschland sowie Delegierte aus der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Rumänien, Albanien, Bulgarien, der Ukraine,Lettland und Polen nahmen daran teil. Dieses dreitägige internationale Treffen wurde von 120 Teilnehmern besucht und vom ungarischen Innen- und Justizministerium gefördert. Die Konferenz stand unter der Schirmherrschaft des Europarates und war für alle, die früherer politischer Unterdrückung entkommen waren, eine wichtige Botschaft.
Umfassende Information der Öffentlichkeit ist unerläßlich, wenn Menschen ihre Rechte verstehen sollen. Mitte der siebziger Jahre veröffentlichte die Scientology-Kirche ihre erste Broschüre über Informationsfreiheit – einen Leitfaden für Laien, wie man Anträge auf Akteneinsicht einreicht und mit einer willkürlichen Ablehnung umgeht.
Seitdem wurde eine revidierte und auf den neuesten Stand gebrachte Ausgabe veröffentlicht und im öffentlichen Interesse herausgebracht und an über 60.000 Personen und Gruppen verteilt. Das revidierte Handbuch mit dem Titel Wie man den „Freedom of Information Act” nutzt: Die Regierung für ihre Handlungen zur Verantwortung ziehen wurde von Betroffenen und in den Medien hochgelobt.











