Earl „Rusty" Bradfield
| L Ron Hubbard - Weggefährten |
Eine völlig andere Seite von L. Ron Hubbard, aus engster Sicht und nächster Nähe, wurde durch das Interview vermittelt, das vom L. Ron Hubbard Biografen als nächstes angekündigt wurde. „Ron spricht davon, dass seine Motive in dieser Welt - in der wahre Hilfe selten ist und egozentrische Menschen nicht einmal eine Vorstellung von selbstloser Hilfe haben - schwer zu verstehen sein mögen", begann Mr. Sherman.
Selbst angesichts der Tatsache, dass L. Ron Hubbard regelmäßig persönlich Hunderten von Studenten und in Saint Hill tätigen Personen half - sich ihre PC-Folder bringen ließ, wenn es auch nur das kleinste Anzeichen dafür gab, dass sie nicht glücklich waren -, so bleibt doch die Frage bestehen: Wie kann man wirklich vermitteln, wie tief L. Ron Hubbards Anteilnahme war? Und ebenfalls, so Mr. Sherman, wie vermittelt man, dass seine Hilfe völlig vorurteilsfrei war und jeden mit einschloss - von Polizisten zu Kriminellen, von Dorfpfarrern zu Premierministern?
Die Tatsache, dass ein weltberühmter Autor, Philosoph, Menschenfreund, Fotograf und Gartenbauexperte - und natürlich Religionsstifter - seine Hilfe Menschen wie Earl „Rusty" Bradfield gewährte, einem Anführer der Sussex-Gruppe der britischen Hell´s Angels, vermittelt dies ganz bestimmt.
„Ich traf Ron zum ersten Mal in East Grinstead. Ich saß auf seinem Auto. Er fragte mich, was ich da mache. Ich sagte nur: ,Ich sitze auf Ihrem Auto, warum?' Ich glaube, ich habe ihn irgendwie bedroht oder herausgefordert, um zu sehen, oder er meine Welt betreten würde. Er sagte: ,Nun, komm doch mal zu mir rauf und besuche mich.' Also folgte ich ihm hierhin [zum Saint Hill Manor].
Er sagte: ,Du saßt auf meinem Auto. Kann ich mich auf dein Motorrad setzen?' Er stieg auf und schon war er weg. Dann gingen wir hinein und setzten uns zusammen hin. Da ich ein Angler war, mochte ich die Aussicht auf den See. Er sagte: ,Wenn du für mich nach meinen Fischen schaust, kannst du da machen, was du willst.' Ich räumte auf beiden Seiten eine schöne Menge Gewächs weg und schon kamen all diese Gänse angeflogen. Es war, als hätte ich ihm eine Million Pfund gegeben; er mochte das sehr.
Eines Tages kam ich her und ging zum See. Ich saß da und fischte. Er kam auch, ging an mir vorgei und kam dann zurück. Das war, weil ich nicht mit ihm sprach, sehen Sie. Er sagte: ,Hast du ein Problem, Rusty?' Ich sagte: ,Nun, ich gehe mit diesem Mädchen aus und ich weiß nicht recht...' Ich werde hier nicht sagen, worum es ging; das war zwischen mir und Ron. Und er ... er sprach mit mir wie ein Vater. Ich heiratete sie dann und hatte zwei Töchter mit ihr.
Aber Ron sagte mir: ,Sei fair. Bringe dich selbst in Ordnung und bringe dann dein Leben mit ihr in Ordnung. Aber bringe dich erst selbst in Ordnung. Wenn du das nicht tust, bist du für niemanden von Nutzen.'
So wie ich es sehe, ist das wahr. Ich verließ diese Gruppe, deren Anführer später wegen Mord ins Gefängnis kam. Ich verließ sie während meiner Bekanntschaft mit Ron. Ich ging dort einfach weg. Nun, besagt das etwas? Ich glaubte an den Mann und vertraute ihm.
Es war eine Freundschaft, die wohl viele Leute nicht verstehen würden. Er tat sein Menschenmöglichstes, um einem zu helfen."


