Die Definition des Religionsbegriffs in einer pluralistischen Gesellschaft
| Scientology: Sekte oder Religion? - Artikel über Religion und Spiritualität |
6. Fumio Sawada, Achter Träger der Geheimnisse des Yu-itsu Shinto, Japan.
In Japan ist Fumio Sawada einer der maßgeblichen Religionsexperten sowie ehemaliger Direktor der renommierten Sophia-Universität. Fumio Sawada brachte als asiatischer Wissenschaftler und als führende Persönlichkeit der ältesten Religion Japans einen einzigartigen Gesichtspunkt in die Analyse der Scientology ein. Er ging seine Aufgabe vom japanischen Standpunkt der Definition des Religionsbegriffs an: „den Ursprung lehren, die Quelle des Ursprungs lehren“. Über diesen Anspruch hinaus muß in Japan eine religiöse Organisation auch „Lehren verbreiten, religiöse Zeremonien abhalten und Gemeindemitglieder ausbilden“, um als Religion anerkannt zu werden. Fumio Sawada führte aus, daß „[ ... ] Scientology alle diese Kriterien [erfüllt]“. Er fügte hinzu: „Japan ist ein Land, in dem Religionen besonderen Wert darauf legen, die spirituellen Fähigkeiten des Menschen zu steigern. Aus japanischer Sicht ist Scientology eine Religion, die in der Tat den hier schon existierenden ähnlich ist [ ... ] Sie hat mehr Ähnlichkeiten mit japanischen Religionen als mit westlichen Religionen, und aus diesem Grund kann sie im Westen mißverstanden werden, weil sie wenig Ähnlichkeiten mit den dort vorherrschenden Religionen aufweist.“
7. Prof. Urbano Alonso Galan, Theologe und Philosoph, Madrid, Spanien.
Auch Prof. Alonso verwendete eine modifizierte Version des dreiteiligen Ansatzes und befaßte sich dabei insbesondere mit der Lehre, den Riten und Praktiken sowie mit der Organisation und den spirituellen Zielvorstellungen der Scientology. „Bei der Analyse der Glaubensinhalte und Praktiken der Scientology-Religion“, schrieb Professor Alonso, „begegnet man einer Gemeinschaft von Menschen, die in ihrer Suche nach dem Unendlichen und dem Heiligen durch eine vielschichtige Glaubenslehre vereint sind, mit deren Hilfe sie den Menschen in die wichtige Beziehung zum Göttlichen zu setzen bestrebt sind.“ Abschließend bestätigte auch er, „daß Scientology alle Anforderungen vollständig erfüllt, die an eine Religion gestellt werden können“.
Diese fundierten gutachtlichen Meinungen werden von Dutzenden weiterer bestätigt. Sie illustrieren die Vielfältigkeit der Ansätze zur Analyse religiösen Gedankenguts und religiöser Praktiken unter Einhaltung ethisch neutraler Normen. Die Gutachten kommen ausnahmslos zu dem Schluß, daß Scientology in jeder Hinsicht eine bona fide, also eine echte Religion ist. Jedes dieser Gutachten gibt eine faszinierende Darstellung der grundlegenden Charakteristika von Religionen wieder und erläutert, wie diese Merkmale in Scientology in Erscheinung treten. Auch wenn bereits die Lektüre der Gutachten sehr aufschlußreich sein kann, eröffnen die nun folgenden Seiten dieses Buches eine zusätzliche Dimension. Auf ihnen wird die Scientology-Religion einführend beschrieben und die transzendente Dimension ihrer Lehre, Ausübung und Organisation klar aufgezeigt. Daneben wird auch ein anderer, noch wichtigerer Aspekt deutlich: das Bestreben der Scientology, der Menschheit einen gangbaren Weg zur spirituellen Erlösung zu geben.
Quellennachweis: Die Definition des Religionsbegriffs in einer pluralistischen Gesellschaft. In: Scientology - Die Theologie und Ausübung einer modernen Religion. Bridge Publications Inc., Los Angeles 1998, S. 1 - 13
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