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Scientology: Sekte oder Religion? - Sekten-Wiki Deutschland

Am Wochenende feiert die Heilsarmee in Zürich ihr 125-Jahr-Jubiläum. Sie blickt auf eine bewegte Gründungsgeschichte zurück: Aus Furcht vor Unruhen beschlossen die Behörden 1885 ein Verbot.

Dass die Heilsarmee in Zürich mit offenen Armen empfangen wurde, kann man nicht behaupten. Im Gegenteil: Der 1865 in London gegründeten christlichen Bewegung wehte Ende des 19. Jahrhunderts an der Limmat ein rauer Wind entgegen. Den ersten Gottesdienst musste sie im Estrich einer Hundedressuranstalt in Schlieren durchführen, und kaum in der Stadt Zürich angekommen, wurde sie verboten, wie Walter Bommeli berichtet. Der Heilsarmee-Major hat zum 125-jährigen Bestehen der Zürcher Heilsarmee deren Geschichte recherchiert und alte Dokumente zusammengetragen.

Tumulte in Hottingen

1885 untersagte das Statthalteramt Zürich öffentliche Versammlungen der Heilsarmee mit dem Argument, diese habe im Grünen Hof in Hottingen «Schaustellungen» ohne Bewilligung durchgeführt und damit gegen das Hausiergesetz verstossen.

Die «Schaustellungen» seien «völlig interesse- und wertlos» und verletzten das sittliche Gefühl, «z.B. durch Absingen religiöser Lieder nach Bänkelsängermelodien». Überhaupt dienten sie «nur der Kolportage wertloser Schriften und dem Einsammeln von Geldspenden, mit einem Worte, dem Bettel», heisst es in dem Beschluss... (Artikel gekürzt)

Quelle: Tages Anzeiger Zürich vom 13. März 2010 

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Als-die-Heilsarmee-verboten-wurde/story/25167685

 

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